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Thema: Swap oder nicht Swap?

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von BigB
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    Swap oder nicht Swap?

    Wahrscheinlich gibt es unter Euch - trotz des miserablen Börsenjahres - nach wie Anhänger eines passiven Langfristdepots? Ich zähle mich dazu. Wenn ich auch von der 100%-Passiv-Strategie a la Kommer weg bin, so soll doch ein Großteil über ETFs passiv, gebührenminimal und abgeltungssteuerfrei investiert werden.

    Trotz intensiver Auseinandersetzung mit der Materie kann ich die steuerlichen Auswirkungen von Swap bzw. nicht Swap nicht abschließend beurteilen. Habe auch ein wenig kapituliert

    Bisher habe ich "Nicht-Swap + ausschüttend" als auch "Swap + thesaurierend" ungefähr 50:50 im Bestand.

    Welche Variante favorisert Ihr denn so?

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von BigB Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich gibt es unter Euch - trotz des miserablen Börsenjahres - nach wie Anhänger eines passiven Langfristdepots? Ich zähle mich dazu. Wenn ich auch von der 100%-Passiv-Strategie a la Kommer weg bin, so soll doch ein Großteil über ETFs passiv, gebührenminimal und abgeltungssteuerfrei investiert werden.

    Trotz intensiver Auseinandersetzung mit der Materie kann ich die steuerlichen Auswirkungen von Swap bzw. nicht Swap nicht abschließend beurteilen. Habe auch ein wenig kapituliert

    Bisher habe ich "Nicht-Swap + ausschüttend" als auch "Swap + thesaurierend" ungefähr 50:50 im Bestand.

    Welche Variante favorisert Ihr denn so?


    Obwohl ich inzwischen davon ausgehe (Verabschiedung Jahressteuergesetz 2009 am 19.12. im Bundesrat geplant) daß thesaurierende Aktien Swap ETFs - sofern vor 2009 gekauft - weiterhin steuerfrei Dividenden vereinnahmen und thesaurieren können, sieht meine Verteilung ähnlichaus: 1/3 ausschüttende replizierende Ishares und 2/3 DB-X Tracker.
    Geändert von otto03 (10.12.2008 um 19:33 Uhr)

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Micha
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    Bei Swap kommt natürlich das Emittenten Risiko dazu, welches bis zu 10 % des Kapitals betragen kann.
    "Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Profis gründen eine Bank"

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Bei Swap kommt natürlich das Emittenten Risiko dazu, welches bis zu 10 % des Kapitals betragen kann.
    kleine Korrektur : Kontrahentenrisiko

    Anbei Blog Artikel über Swap Sicherheit.

    http://blog.fundexplorer.ch/etf/2008...ellen-der-etf/

  5. #5
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von BigB Beitrag anzeigen
    Bisher habe ich "Nicht-Swap + ausschüttend" als auch "Swap + thesaurierend" ungefähr 50:50 im Bestand.
    Welche Variante favorisert Ihr denn so?
    Hallo BigB,

    bin auch gerade dabei, mein Depot "abgeltungssteuerfertig" zu machen und stand vor dem selben Problem.
    Ich habe mich entschieden, ausschüttende ETFs zu nehmen.
    Mir ist einfach das Risiko zu groß, daß in ein paar Jahren die Steuergesetzgebung hinsichtlich Swap-ETFs geändert werden könnte, und dann war es das mit der Steuerfreiheit.
    Das hat natürlich den Nachteil, daß die Dividenden sofort versteuert werden. Allerdings kann man das Geld gleich zum jährlichen Ausbalancieren des Depots nutzen.

    Gruß, Veikko.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Kurtchen
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    Zitat Zitat von veikko Beitrag anzeigen
    Hallo BigB,

    bin auch gerade dabei, mein Depot "abgeltungssteuerfertig" zu machen und stand vor dem selben Problem.
    Ich habe mich entschieden, ausschüttende ETFs zu nehmen.
    Mir ist einfach das Risiko zu groß, daß in ein paar Jahren die Steuergesetzgebung hinsichtlich Swap-ETFs geändert werden könnte, und dann war es das mit der Steuerfreiheit.
    Das hat natürlich den Nachteil, daß die Dividenden sofort versteuert werden. Allerdings kann man das Geld gleich zum jährlichen Ausbalancieren des Depots nutzen.

    Gruß, Veikko.
    Ich habe mich, bei gleicher Ausgangslage, für das Gegenteil entschieden.
    Gründe: Ich glaube nicht, dass eine Änderung bei vor 2009 angeschafften thesaur. Fonds vor den Gerichten bestehen kann. Im Sinne der Gleichbehandlung kann man nicht Kursgewinne in thesaur. Fonds besteuern und in ausschüttenden hingegen nicht. Wenn eine Änderung kommt, dürfte sie ALLE Fonds betreffen.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Kurtchen Beitrag anzeigen
    Ich habe mich, bei gleicher Ausgangslage, für das Gegenteil entschieden.
    Gründe: Ich glaube nicht, dass eine Änderung bei vor 2009 angeschafften thesaur. Fonds vor den Gerichten bestehen kann. Im Sinne der Gleichbehandlung kann man nicht Kursgewinne in thesaur. Fonds besteuern und in ausschüttenden hingegen nicht. Wenn eine Änderung kommt, dürfte sie ALLE Fonds betreffen.
    So meinte ich das nicht.
    Es geht um die Besteuerung der Dividenden, nicht der Kursgewinne. In Swap-ETFs werden die Dividenden NICHT besteuert, in den anderen ETFs/Fonds schon. Das ist eine klare Ungleichbehandlung, bei der dem Finanzminister außerdem noch Einnahmen entgehen.
    Es reicht aus, daß sich irgendein Verbraucherschützer profilieren will und dagegen klagt, dann wird die Politik irgendwelchen Unsinn machen (SwapETFs auf schwarze Liste setzen, Nachbesteuerung mit riesen Papieraufwand o.ä.).
    Einfach wechseln kann man dann aber nicht mehr, weil es "nach 2008" ist.

    Wie gesagt, ist Mentalitätssache. Vielleicht sehe ich das zu schwarz.

    Gruß, Veikko.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von veikko Beitrag anzeigen
    So meinte ich das nicht.
    Es geht um die Besteuerung der Dividenden, nicht der Kursgewinne. In Swap-ETFs werden die Dividenden NICHT besteuert, in den anderen ETFs/Fonds schon. Das ist eine klare Ungleichbehandlung, bei der dem Finanzminister außerdem noch Einnahmen entgehen.
    Es reicht aus, daß sich irgendein Verbraucherschützer profilieren will und dagegen klagt, dann wird die Politik irgendwelchen Unsinn machen (SwapETFs auf schwarze Liste setzen, Nachbesteuerung mit riesen Papieraufwand o.ä.).
    Einfach wechseln kann man dann aber nicht mehr, weil es "nach 2008" ist.

    Wie gesagt, ist Mentalitätssache. Vielleicht sehe ich das zu schwarz.

    Gruß, Veikko.
    Du hast bezüglich der Ungleichbehandlung recht. Allerdings hätte der Bundestag dies jetzt nach der Bundesratsinitiative ändern können - das hat er aber nicht. Swap-Aktien-ETFs bleiben nach wie vor steuerfrei, nur Swap-ETFs mit "zinsähnlichen" Erträgen sind von den Änderungen betroffen.

    Was die Ungleichbehandlung bei der Abgeltungssteuer betrifft, so gibt es auch bei Immobilien gegenüber Aktien eine Ungleichbehandlung. Rechtsexperten haben schon vor einem Jahr die verfassungsmäßige Problematik der Abgeltungssteuer gesehen und Klagen vorausgesagt. Insofern ist es fraglich, ob die Abgeltungssteuer in der jetzigen Form überhaupt bestehen bleibt.

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von BigB
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    Erst einmal Danke für Eure Sicht der Dinge! Nachdem nun das Jahressteuergesetz verabschiedet ist (siehe auch Link von GD http://www.boerse-online.de/finanzen...05591.html?p=2 ), werde ich wohl doch noch vollständig auf Swap + thesaurierend umschwenken. Für mich überwiegt das Sparpotenzial das Kontrahentenrisko.

    Beste Grüße, BigB

  10. #10
    Premium Benutzer Avatar von Soda
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    Swap oder nicht Swap?

    Das sehe ich unter dem Aspekt thesaurierend oder ausschüttend. Wenn thesaurierend, dann sollte es die steuersparende Swap-Variante sein, da sonst viel vom Zinseszinseffekt verloren geht.

    Thesaurierend ist sinnvoll für die "jüngeren" Zertifans mit Langfristperspektive (>>10 Jahre) mit dem Ziel Vermögensaufbau. Die "älteren" Semester mögen die Ausschüttung bevorzugen, man will ja auch mal Erträge sehen und dem Konsum frönen.
    SODA

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