ETF sind, genau wie "normale" Fonds, Sondervermögen und damit im Falle des Konkurses einer Bank/des Verwalters nicht betroffen. Zertifikate sind nur Inhaberschuldverschreibungen.
MfG,
juse
ETF sind, genau wie "normale" Fonds, Sondervermögen und damit im Falle des Konkurses einer Bank/des Verwalters nicht betroffen. Zertifikate sind nur Inhaberschuldverschreibungen.
MfG,
juse
Ah ok, danke für diese wichtige Information.
Ein kleiner Hinweis noch: Bezüglich der Sicherheit der HVB Zertifikate brauchen wir uns in Zukunft wohl keine Sorgen zu machen. Ein Ausschnitt aus dem ZJ-Chat vom 13.05.2006:
Schuster, Dirk: Hallo, mir kam heute zu Ohren, dass die HVB und Unicredito fusionieren (Übernahme). Welche Konsequenzen hat das auf die Wertpapiere der HVB und wie sollte man sich verhalten? Im speziellen langfristige BonusZertifikate auf den EuroStox 50. (laufen die normal weiter, werden die gewandelt oder vorzeitig gekündigt...) Vielen Dank Dirk Schuster
Christian W. Röhl: Wichtige Frage, jetzt wo die Übernahme offiziell ist... Aber ich kann Sie beruhigen: Es wird sich nichts ändern - a) hat Unicredito eine Bestandsgarantie für das Deutschland-Geschäft abgegeben, b) tritt nun Unicredito für die Verbindlichkeiten der HVB ein (Zertifikate sind schließlich Anleihen) und c) wären die Italiener ja blöd, wenn Sie den Zertifikate-Bereich einschlafen lassen würden (also schlechte Handelsqualität, keine Neuemissionen und Folgeprodukte mehr) - Unicredito versucht schließlich seit Jahren, unter der Marke Tradinglab bei Zertifikaten und Optionsscheinen in Dtld. wieder Fuß zu fassen. Also, es bleibt alles beim alten, evtl. wird die Emittentin ersetzt (Unicredito statt HVB), aber das ist nur ein Formalismus... Positiv: Das Rating des fusionierten Institut dürfte besser sein als das HVB-Rating, außerdem hat Unicredito eine sehr hohe Kompetenz bei der Produktstrukturierung, die vielleicht auch in künftige HVB/UC-Produkte einfließt.
Es werden sicher nicht wenige hier im Forum langlaufende/endlose HVB Zertifikate im Depot haben, z.B. HV0EEVoder HV0EE2
.
MfG,
juse
Geändert von Juse (08.11.2006 um 12:55 Uhr)
Vor 4 Jahren stand die HVB noch kurz vor der Pleite (heißt es), hat sich dann sukzessive bekrabbelt, und nach der Übernahme durch Unicredit kann fast nichts mehr passieren.
Also ich werde weiter aufstocken. Speziell die Renten-ETF iBoxx Liquid Souvereigns Capped 1,5-10 und ex.Rexx Jumbo Pfandbriefe. In den SelectDividend-Indices bin ich bereits voll investiert.
Hat schon jemand bei Codi im Livetrading einen Indexchange Renten-ETF handeln können? Ich hatte es letztes Mal vor ca. 4 Wochen probiert und dort ging es aufgrund technischer Probleme speziell bei den Renten-ETF nicht. Aber der Codi-Service wollte sich drum kümmern ...
MfG,
juse
Für Sparpläne mit ETFs scheint Interactive Brokers das Beste zu sein:
76 ETFs zur Auswahl und ziemlich tiefe Gebühren...
Hoppla, nee doch nicht. Kostet 120 Dollar pro Jahr, die sind zwar weg, wenn man insgesamt für 30 Dollar pro Monat Kommission generiert, aber soviel werfe ich nicht ab...
Geändert von Spacecadet (08.11.2006 um 16:43 Uhr)
Etwas anderes ist noch viel wichtiger: Was passiert denn, wenn ein Indexchange-ETF in 2 Jahren von einem iShares-ETF geschluckt wird? Wenn ich dann in eine neue WKN zwangsumgetauscht werde, ist das dann steuerlich ein neuer Kaufzeitpunkt mit der Folge, dass der ETF dann der neuen Abgeltungssteuer unterliegt? Für Anleger, die noch vor dem 1.1.2008 ihr Depot langfristig ausgerichtet haben, um der Abgeltunssteuer zu entgehen, wäre das verhehrend.
Interview in der neuen Ausgabe von BÖRSE-ONLINE mit den Chefs von Indexchange und iShares (Europa):
Indexchange soll erhalten und sogar noch ausgebaut werden, Gebühren bleiben niedrig, vereinzelt sind Fondsschliessungen möglich. Gemeinsam will man die übermächtige Zertifikatebranche attackieren (so ändern sich die Zeiten).
@JuseDas Gefühl haben auch andere
Vgl. Börsenzeitung vom 26.10.06
Der Streubesitz der HypoVereinsbank (HVB) befürchtet, dass die Bank ausgeschlachtet
wird. Dies machten mehrere Redner auf der außerordentlichen Hauptversammlung
deutlich, die mehr als zwölf Stunden über den Verkauf der Bank Austria Creditanstalt und
weiterer Osteuropa-Aktivitäten an die Mutter Unicredit debattierte. Die Präsenz betrug
95,87%, wovon 93,9% auf Unicredit entfielen.
Auch SdK-Sprecher Petersen zeigte sich, an HVB-Chef Wolfgang Sprißler gewandt,
erstaunt über dessen positive Darstellung der Transaktion: “Keiner hier meint, dass Sie
ein besonders gutes Geschäft machen.“ Kleinaktionäre erklärten mehrfach, es bleibe nur
eine Hülle der HVB übrig: “Dies ist ein Ausverkauf.“
Börsen-Zeitung, 26.10.06
Interview mit dpa-AFX:
- Der von Barclays übernommene Anbieter von börsengehandelten Indexfonds, Indexchange, sieht in Deutschland noch viel ungenutztes Potential. 'Der Markt mit Exchange Traded Funds (ETF) steht hier noch am Anfang seiner Geschichte. Wir werden jetzt unser Geschäft ausbauen', sagte der Indexchange-Vorstand Götz Kirchhoff der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Die UniCredit -Tochter HypoVereinsbank (HVB) hatte Indexchange am Dienstag an Barclays für 240 Millionen Euro verkauft. Das Geschäft soll mit dem zu der britischen Großbank gehördenden iShares verschmolzen werden. Die Genehmigung der Kartellbehörden steht noch aus.
Indexchange sei im vergangenen Jahr um 60 Prozent gewachsen und verwaltet heute ein Vermögen von 15,2 Milliarden Euro. 'Das Wachstum wird sich durch iShares noch mehr beschleunigen', sagte Kirchhoff. 'Wir können jetzt mehr internationale ETFs in Deutschland anbieten, was wir bisher aufgrund der Kapazitäten der HVB so nicht konnten.' Um den Markt zu erschließen, werde der deutsche Standort in München ausgebaut. Die Indexchange-Fonds sollten weiterhin von München aus verwaltet werden. Bei der Gebührenstruktur soll sich laut Kirchhoff nichts ändern.
Der Verkauf durch die HVB war laut Kirchhoff notwendig geworden, da sich UniCredit auf das Retail- und Investment-Banking-Geschäft konzentrieren will. 'Wir haben in die Strategie nicht so hinein gepasst, wie das von der Betreuung notwendig wäre.'
'Der ETF-Markt ist der Markt, der am schnellsten innerhalb aller Kategorien der Vermögensverwaltung zulegt', sagte Chris Sutton, Europa-Chef von iShares gegenüber dpa-AFX. 'Wir denken, es ist mehr Wachstum in der Zukunft als in der Vergangenheit - und in den vergangenen Jahren lag das Wachstum von iShares schon bei 80 Prozent pro Jahr.' Deutschland sei für iShares das wichtigste europäische Land mit noch nicht ausgeschöpftem Potential. Vor allem, weil es in der Vergangenheit auch an neuen Produkten gemangelt habe.
Pläne, nach der Übernahme einzelne Fonds zu schließen, gebe es nicht, sagte Sutton. 'Wir werden das sorgfältig prüfen, aber es gibt keine konkreten Überlegungen. Die Angebote von Indexchange und iShares überlappen sich nicht, sondern ergänzen sich.' Geplant sei, die Produktpalette bis Ende kommenden Jahres auszuweiten.
Die beiden genannten Zertifikate hatten ja wesentlich geringere Gebühren als die entsprechenden Indexchange ETFs.
Die Italiener würden sicher gerne höhere Gebühren kassieren.
Kann ein Zertifikatsemmittent die Gebühren einfach so erhöhen oder muß er dazu das Zertifikat kündigen und ein neues auflegen(was ich den Unicredit Managern durchaus zutrauen würde)?
"Nein, stärker die dunkle Seite der Macht nicht ist. Nur schneller, verführerischer. Hüten vor Ihr Du Dich mußt." - Yoda, Jedi-Meister
... berichtet die SZ heute:
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/803/93710/
und Indexchange fließen fast 1 MRD € seit 1. dieses Jahres zu (siehe Anhang)!
Man sollte in Geldfragen nur auf Leute hören, mit denen man auch ins Bett gehen würde.
(Wolfgang Joop)
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